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SOZIALAUSSCHUSS - 08.07.2004 VERBESSERUNG / OPTIMIERUNG DER SITUATION FÜR BEHINDERTEDas “Europäische Jahr der Behinderten” ist vorüber. Jetzt muss es weitergehen, Versprechen und Ankündigungen sollten umgesetzt werden und nicht in den Verwaltungsschubladen verschwinden. Aus diesem Grund führt die BfGT seit Ende des letzten Jahres Gespräche mit Vertretern der Sozial- und Behindertenverbände, der Initiativen sowie mit Betroffenen selbst. In Gütersloh besitzen 7.027 Bürger (7,32%) einen Schwerbehindertenausweis. Menschen mit einem Behinderungsgrad unter 50% sind leider nicht erfasst. Viele fühlen sich mit ihren Problemen immer noch alleine gelassen und ohne adäquaten Ansprechpartner. Dies trifft nicht nur auf die Entscheidungsbereiche der Stadtverwaltung, sondern auch auf viele andere Hemmnisse und Behinderungen des täglichen Lebens zu. Die Situation in Gütersloh wurde in den Arbeitskreisen ausführlich erörtert und im allgemeinen für verbesserungswürdig empfunden. Drei Ziele haben sich in den Arbeitskreisen bisher heraus kristallisiert:
Die geplante Benennung eines ehrenamtlichen Behindertenbeauftragten reicht nach Ansicht aller Beteiligten nicht aus, um die Situation im Wesentlichen zu verbessern. Die Meinung, dass dadurch ein Ansprechpartner in der Verwaltung zur Verfügung steht, der sich intensiv und ausreichend um die Situation der Behinderten kümmert und zugleich berechtigte Anliegen prüft, wird vom Arbeitskreis nicht geteilt. Zugangsschwellen, Kommunikationsprobleme und die besonderen persönlichen Belastungen und Einschränkungen behinderter Menschen machen gerade den direkten Weg in die Verwaltung oft unmöglich. Um wie viel schwerer haben es behinderte Bürger, wenn man bedenkt, wie viele nicht behinderte Menschen beim alltäglichen Kampf mit den Behörden resignieren. Ein Behindertenbeauftragter sollte hauptamtlich angestellt werden und in der weiteren Phase auch einen Beirat zur Seite bekommen. Die Aufgaben für die Arbeit sind im Gesetz klar geregelt. Behinderte Menschen brauchen eine starke Lobby. Hier kann ein Behindertenbeirat eine wichtige Funktion erfüllen. Zusammen mit allen Beteiligten spricht sich deshalb die BfGT für die Einrichtung eines Behindertenbeirates aus, dessen Ziel es ist, die Integration behinderter Menschen in ihrem gesellschaftlichen Umfeld zu verbessern und deren Interessen und Bedürfnisse in der Öffentlichkeit und im politischen Raum gezielt zu vertreten. Zur Umsetzung der Arbeitskreisergebnisse wurde die Fraktion der BfGT beauftragt, im Sozialausschuss der Stadt Gütersloh folgende Anträge einzureichen:
Den genauen Wortlaut des Antrages finden Sie hier. Die Gespräche und Arbeitskreise werden nach der Sommerpause wieder aufgenommen und bis zur Einrichtung eines Behindertenbeirates fortgeführt. U. a. nahmen folgende Verbände, Institutionen und Initiativen an den bisherigen Treffen teil:
BfGT |