Medien-Info:

BfGT fordert Rücktritt von CDU-Ratsmitglied Dr. Jürgen Krämer

Der Vorsitzende des Krankenhausausschusses Herr Dr. Jürgen Krämer nahm den Antrag der CDU, den „Bau des Ambulanzcontainers“ im öffentlichen Teil zu beraten, zum Anlass, harte Kritik an dem Gütersloher Architekten Norbert Beckmann zu üben.

Beckmann, der u.a. die Umbaupläne des Städt. Klinikums begleitet, hatte sich im Rahmen der Diskussion um den Theaterneubau zusammen mit seiner Familie mit einem eigenen Entwurf eingebracht, um eine alternative Möglichkeit zu präsentieren. Ohne Honoraransprüche erarbeiteten die Beckmanns eine Umbauplanung der Paul-Thöne-Halle, die der Stadt mehr als 50% an Kosten gegenüber dem Neubau ersparen würde.

Unabhängig von der Bewertung der Pläne wurde die Architektenfamilie ausdrücklich von der Bürgermeisterin und dem Kulturdezernenten für ihr bürgerliches Engagement gelobt.

Herr Dr. Krämer und die CDU, vehemente Verfechter des Theaterneubaus, fordern nun eine Überprüfung des Vertrauensverhältnisses zum Architekturbüro Beckmann, dass seit vielen Jahren für die Stadt Gütersloh tätig ist.

Die Art und Weise, wie Dr. Krämer mit Bürgern dieser Stadt umgeht, die sich selbstlos einbringen, mitgestalten und mitplanen wollen, ist ein Schlag ins Gesicht aller Bürger. Als gewählter Vertreter im Rat der Stadt Gütersloh, sollte Herr Dr. Krämer die Interessen der Bürgerschaft vertreten und sich nicht zum Richter über Mitbestimmungsrecht und Bürgerengagement aufspielen. Wer das Bürgerrecht mit Füßen tritt und Auftragsvergaben in unserer Stadt von freier Meinungsäußerung nicht trennen kann und will, darf auch nicht länger die Interessen der Bürgerschaft im Rat vertreten.

Um parteiliche Einflussnahme und Selbstinteressen (Theaterneubau) bei der zukünftigen Auftragsvergabe im Städtischen Klinikum zu verhindern, fordert die BfGT den Vorsitzenden des Krankenhausausschusses der Stadt Gütersloh, den Ratsherren Dr. Jürgen Krämer (CDU), zum Rücktritt auf.

BfGT - Bürger für Gütersloh e.V.

15. Oktober 2003