HAUPTAUSSCHUSS 14. 01. 2002

CDU-Antrag zur MITTELBEREITSTELLUNG (15 Millionen €)
SANIERUNG ALTBAU SÜDWEST / NEUBAU einer KÜCHE + NEUBAU BETTENHAUS SÜD

Die BfGT-Fraktion kann dem Antrag der CDU nicht zustimmen.

Bevor Gelder in ein neues Bettenhaus investiert werden, ist abzuwarten, ob überhaupt die beantragte Aufstockung um 144 Betten genehmigt wird, zumal die Tendenz zum Bettenabbau allgemein bekannt sein dürfte und die Liegezeiten zugunsten ambulanter Behandlung verkürzt werden sollen.

Ebenfalls sieht es dieBfGT-Fraktion als dringend erforderlich an, konkrete Gespräche / Verhandlungen zwischen den 3 ortsansässigen Klinken aufzunehmen, um optimale Kooperationsmöglichkeiten auszuschöpfen.

Seitens Herrn Dr. Wigginghaus wurde des öfteren darauf verwiesen, dass Kooperationen - zumindestens zwischen dem STÄDTISCHEN und dem ELISABETH-HOSPITAL "aus bestimmten Gründen" nicht möglich sein. Diese bestimmten Gründe sind uns leider nicht bekannt - vielleicht erfahren wir hier und heute etwas mehr darüber.

Entgegen der Aussage von Herrn Dr. Wigginghaus gibt es bereits Kooperationen, die vielleicht der Anfang für weitere Möglichkeiten sind:

Teilbereiche der technischen Abteilungen arbeiten bereits zusammen und koordinieren ihre Einkäufe. Regelmäßig finden treffen der technischen Leiter aller 3 Gütersloher Kliniken statt, um die Arbeit zu koordinieren. mit den WESTFÄLISCHEN KLINIKEN z.b. gibt es Kooperationen im Bereich der Wäscherei, der Labore, im Einkauf der medizinischen Produkte und des Büromaterials. Auch im technischen Bereich wird die Kooperation immer weiter ausgebaut.

Wenn wir jetzt für den Neubau einer Küche 7,5 Millionen EUR ausgeben wollen, setzen wir auf die falsche Herdplatte. So hat z.B. das ELISABETH-HOSPITAL ausreichend Kapazitäten frei, um die Versorgung der Patienten im STÄDTISCHEN KLINIKUM zu gewährleisten. Lt. Aussagen CCS (Catering Service) ist es aufgrund von entsprechendem Mehreinkauf sogar möglich, die Kosten pro Essen zu senken. Auch die WESTFÄLISCHEN KLINIKEN streben eine gemeinsame Küche an, um die Kosten zu reduzieren und effektiver zu arbeiten. Seit Jahren gibt es immer wieder Versuche, zumindest die Küchen des STÄDTISCHEN KLINIKUMS und der WESTFÄLISCHEN KLINIKEN zusammenzulegen.

Aus diesem Grund beantragt die BfGT-Fraktion die Aufnahme von Gesprächen mit allen 3 Kliniken (incl. des freien Caterers), um die Möglichkeiten einer Kooperation im Bereich der Essensversorgung zu sondieren.

Zu guter letzt sollte auch nochmals intensiv über das immer wieder aufflammende Thema einer anderen Trägerschaft oder Gesellschaftsform nachgedacht werden. Uns allen geht es hier um die optimale Versorgung der Patienten - und die ist aus unserer Sicht auch mit einem privaten Träger gewährleistet.