Tagesordnung / Ergebnisse

zur 33. Sitzung des Planungsausschusses der Stadt Gütersloh
Ort: Ratssitzungssaal Raum Nr. 705, Berliner Str. 70, 33330 Gütersloh
Datum: 11.07.2002, 17.00 Uhr

 
TOP

Beratungsgegenstand / Öffentliche_Sitzung

   

1

Einwendungen gegen die Niederschrift der letzten Sitzung

  Die BfGT verwies darauf, bereits in der letzten Sitzung eine Änderung der B-Pläne 108 und 112 angekündigt zu haben und bat um entsprechende Korrektur des Protokolls.

2

Nachtragshaushalt 2002 (Information)

  Kritik der GRÜNEN an den Kürzungen "Kanalkataster" mit Hinweis auf die "Regenwassersteuer". Die FDP kritisierte die über 20%igen Abstriche in der Strassenunterhaltung.

3

Information über fertig gestellte Erschließungsanlagen

  Zur Kenntnisnahme

4

Machbarkeitsstudie zur Anbindung eines GE-Gebietes im Bereich der B 513 und der Erschließung "Stadterweiterung West' - Schlussbericht

  Zur Kenntnisnahme - Die Studie kann in Kurzfassung bei der BfGT angefordert werden.  

5

Gebietsentwicklungsplan (GEP) für den Regierungsbezirk Detmold, Neuaufstellung des Teilabschnitts (TA)
Oberbereich Bielefeld

  Zur Kenntnisnahme - siehe TOP-THEMA

6

Antrag auf Errichtung einer Fußgänger-Lichtzeichenanlage an der K 32 (Haller Straße) im Einmündungsbereich
Bokemühlenfeld

  OK - Einstimmig. Dem Vorschlag der Verwaltung, aufgrund "fehlender gesetzlicher Mindestvoraussetzungen" den Antrag der Bürgerschaft abzulehen, wurde nicht stattgegeben. Sämtliche Fraktionen waren sich einig, dass es hier Probleme gibt, die zu beseitigen sind. Aufgrund des SPD-Antrages beschloss der Ausschuss einstimmig, die Verwaltung zu beauftragen, die Errichtung einer Ampelanlage gegenüber dem Kreis als Baulastträger (zuständig für Veränderungen) zu empfehlen. 

7

Umgestaltung der Avenwedder Straße im Ortsteil Avenwedde-Mitte entsprechend dem Bürgerantrag und
Beschluss des Planungsausschusses vom 21.02.2002

BfGT und CDU beantragten die Vertagung, um die Planungen der Verwaltung vor einer Entscheidung im Ausschuss mit der Bürgerinitiative abzustimmen. Der Antrag wurde einstimmig angenommen. Eine Bürgerversammlung ist für September geplant. 
8
Antrag der Planungsgesellschaft Schuster - Stüvecke mbH (Hamburg) im Auftrag der Fa. Gustav Wolf Seil- und
Drahtwerke GmbH & Co. KG auf Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplanes gemäß § 12
Baugesetzbuch 
  OK - Einstimmig
9
Änderungs-Bebauungsplan Nr. 65/7"Gewerbegebiet Wiedenbrücker Straße" im Bereich südlich der Kiebitzstraße
(7. Änderung des Bebauungsplanes Nr. 65) und 39. Änderung des Flächennutzungsplanes im Parallelverfahren
hier: 1. Aufstellungsbeschlüsse / 2. frühzeitige Bürgerbeteiligung / 3. frühzeitige Beteiligung der Träger öffentl. Belange
  OK - Einstimmig
10
Bebauungsplan Nr. 88 B/1 Marienstraße/ Carl- Bertelsmannstraße/ Industrietangente (teilw. Änderung des Bebauungsplanes Nr. 88/4) - 1. Aufstellungsbeschluss / 2. frühzeitige Bürgerbeteiligung / 3. frühzeitige Beteiligung der Träger öffentl. Belange
  OK - Einstimmig
11
Änderungs-Bebauungsplan Nr. 65/6 Gewerbegebiet "Hans-Böckler-Straße/Alter Westring" - (6. Änderung des Bebauungsplanes Nr. 65) "Hans-Böckler-Straße" - hier: Entwurf und erneute Auslegung - (2. Offenlage)
  OK - Einstimmig bei Enthaltung durch die GRÜNEN
12
Änderungs-Bebauungsplan Nr. 113 A/B/5 "lndustriepark lsselhorst" im Bereich nördlich Gottfried-Daimler-Straße,westlich Dieselstraße (5. Änderung des Bebauungsplanes Nr. 113 A/B) hier: 1. Aufstellungsbeschluss
2. frühzeitige Bürgerbeteiligung / 3. frühzeitige Beteiligung der Träger öffentl. Belange / 4. Erlass einer Veränderungssperre
  OK - Einstimmig bei Enthaltung durch die UWG - Die BfGT kündigte an, zusammen mit den GRÜNEN ebenfalls eine Veränderungssperre für die B-Pläne 108 + 112 in der September-Sitzung zu beantragen. DIE SPD schlug vor, die Flurstücke 327 + 339 miteinzubeziehen.
13
Bebauungsplan Nr. 67 "östlich Wiedenbrücker Straße
1. Prüfung der Stellungnahmen und Anregungen / 2. Satzungsbeschluss
  OK - CDU, SPD und UWG stimmten gegen BfGT, GRÜNE + FDP, die eine ernsthafte Prüfung der Vorschläge durch die Initiative in Bezug auf die Verkehrsführung in Zweifel stellten. Ein Vertagungsantrag der BfGT und die Aufforderung nochmals nach gemeinsamen Lösungen zu suchen wurde von CDU, SPD + UWG abgelehnt.
14
37. Änderung des Flächennutzungsplanes im Bereich der Vennstraße
1. Abwägung der Anregungen zur öffentlichen Auslegung / 2. Feststellungsbeschluss
  OK - Einstimmig

15

Mitteilungen der Verwaltung

Aufgrund verschiedener Eingaben werden in der Friedhofstr. zur Verbesserung der Parkplatzsituation 10 neue Parkplätze eingerichtet. 

16

Verschiedenes

 

Die FDP bemängelt die katastrophale Fahrbahnmarkierung in der Stadt - Die Verwaltung sagte Abhilfe zu. Der Ausbau der Herzebrocker Str. ist für 2003 vorgesehen, die Fördermittel sind bewilligt. Eine Bürgerversammlung soll im Herbst 2002 stattfinden.

Die UWG fragt nach dem Ergebnis der Anfrage "Reduzierung des Verkehrs in der Fußgängerzone". Die Auswertung ist nicht nicht abgeschlossen, die Verwaltung wartet auf das Ergebnis der Kreispolizeibehörde. Eine weitere Anfrage zum geplanten Ärztehaus am städtischen Klinikum (Brunnenstr) und de Parkpalette mit 100 Stellplätzen: Die Verwaltung sieht darin eine Verbesserung der allgemeinen Parkplatzprobleme, da das Parken auch für Besucher vorgesehen ist. Letzte Frage: Wer is federführend für die Planungen der Fa. Zimmermann - Umwelt oder Planungsausschuss? Antwort: Planungsausschusss bzw. der Geschäftsbereich 4 (Bau + Verkehr  Herr Löhr)

 

Die TOP's der NICHTÖFFENTLICHEN Sitzung sind aus verständlichen Gründen nicht aufgeführt.

SIE möchten mehr über die o.a. Sitzung erfahren? Kein Problem! Selbstverständlich stellt Ihnen die BfGT auch die Vorlagen, Berichte und Informationen aus der o.a. Sitzung zur Verfügung. Ebenfalls können Sie das Protokoll bei uns anfordern. Rufen SIE uns an. Sollten SIE Vorschläge und Anregungen zu diesen Themen haben - schicken SIE uns eine e-Mail oder rufen SIE uns an. Schreiben SIE uns, worum sich die BfGT kümmern soll und welches Thema wir in IHREM Interesse anpacken sollen.

Alles können wir schließlich auch nicht wissen.........

Wir sind für SIE da, wenn SIE uns brauchen!

 
nächste PLANUNGSAUSSCHUSSSITZUNG
am  12. September 2002
 
TOP-THEMA (weitere Einzelheiten zum GEP unter: www.bfgt.de)
 

Gebietsentwicklungsplan (GEP) für den Regierungsbezirk Detmold, Neuaufstellung des Teilabschnitts (TA) Oberbereich
Bielefeld

Die Fraktionen der CDU und SPD bleiben bei ihren Entscheidungen vom Juli letzten Jahres, die Gewerbegebiete in PAVENSTÄDT und SPEXARD auszuweisen. Es gibt keine neuen Positionen, die eine Meinungsänderung herbeiführen könnten, wobei jedoch die Wiederverwertung alter Flächen bzw. Industriebrachen Vorrang haben soll. Auch bei der Ausweisung des ASB (Stadterweiterung West - Pavenstädt) erklären beide Fraktionen keinen Meinungsumschwung. Die UWG hält weiterhin BLANKENHAGEN für den geeignetsten Standort. Dieser Auffassung schließt sich inzwischen auch die FPD an, die eine Ausweisung an drei verschiedenen Standorten gegenüber ihre letzten Entscheidung als nicht optimal bezeichnet. Seitens der GRÜNEN gab es zu den Standorten keine konkreten Aussagen, sondern den Vorschlag, die Bürger in die weiteren Planungen einzubeziehen und eine Arbeitsgruppe zu gründen. Dieser Vorschlag wurde auch von der SPD unterstützt. "Stadtplanung ist mehr als nur eine Fläche abzulehnen und woanders zu plazieren" (Zitat Siegfried Kornfeld). Ein ähnlicher Antrag der BfGT aus dem letzten Jahr, zusammen mit den Vertretern der Bürgerinitiativen eine Kommission zu gründen, wurde auch von SPD und GRÜNEN abgelehnt. Schön, das sich die Meinungen ändern können. Die BfGT bleibt weiterhin bei ihrer Entscheidung, die Gewerbegebiete abzulehnen und das geplante ASB-Gebiet auf die drei Ortsteile zu verteilen. In Bezug auf neue Gewerbefläche verweist die BfGT nochmals auf freie Fläche auf dem Flughafen und ihren Antrag, der im letzten Jahr einstimmig angenommen wurde. Nachfolgend der Wortbeitrag:

Vor fast genau 1 Jahr beschloß die Mehrheit dieses Ausschusses die Stellungnahme, auf die die Bezirksregierung Ende April reagierte. Heute soll die Frage beantwortet werden, wie die Stadt mit den Stellungnahmen aus Detmold umgehen wird. Aus Sicht der BfGT-Fraktion ist diese Frage einfach zu beantworten: 

Der Stellungnahme der Bezirksregierung sollte - bis auf Blankenhagen als Standort für ein großflächiges Gewerbegebiet - nicht widersprochen werden

Seit dem Beschluss gibt es keine neuen Erkenntnisse und auch in der Informationsveranstaltung in der Stadthalle konnte die Verwaltung keine neuen und vor allem überzeugenden Argumente liefern. Auch in der heutigen Vorlage lässt sich nichts Neues erkennen, so das die BfGT-Fraktion ihre Meinung nicht ändern wird und die Ausweisung von Gewerbegebieten in BLANKENHAGEN, SPEXARD und PAVENSTÄDT weiterhin ablehnt. Auch das 70 ha große ASB-Gebiet  in Pavenstädt „Stadterweiterung West“) wird nicht unsere Zustimmung finden.  

Vor einem Jahr wurde unser Antrag, die geplante Fläche auf die Ortsteile BLANKENHAGEN (zwischen Kahlerstr. und Blankenhagener Weg) sowie SPEXARD (Determeyersiedlung + Hüttenbrink) und PAVENSTÄDT (südlich der Marienfelder Str.) zu verteilen, abgelehnt. Mit diesem Antrag reagierten wir auf die immer wieder geäußerten Wünsche / Vorschläge aus den Bürgerversammlungen, besonders die Wohnbesiedlung weiter auszubauen bzw. aufzuwerten. Die BfGT Fraktion kündigt an, diesen Antrag in der September-Sitzung noch einmal einzubringen.

Die BfGT fühlt sich - bis auf die Stellungnahme zu Blankenhagen - durch die Hinweise aus Detmold in ihren Argumenten bestätigt. Wir haben immer wieder auf die widersprüchlichen Aussagen im GEP hingewiesen, die eine Ausweisung von Gewerbeflächen in den vorgeschlagenen Gebieten nicht zulassen

 ·    Siedlungsstruktur / Freizeit und Erholung / Grundwasser- und Gewässerschutz / Agrar Bereiche /  Landwirtschaftliche Nutzung

·    Freiraumschutz + Freiraumfunktionen / Natürliche Lebensgrundlagen

In Bezug auf die „Stadterweiterung West“ kann die Verwaltung die Stellungnahme zum Lärmschutz nicht nachvollziehen, aber auch nicht widerlegen! Auf den Hinweis zu den Biotopstrukturen geht sie jedoch nicht ein.

Zur Stellungnahme Blankenhagen kann die Verwaltung die „Nähe zu den baulich genutzten Bereichen des Flughafens nicht nachvollziehen. Vielleicht weiß Detmold mehr als Gütersloh, zumal es beabsichtigt ist, bis 100 Wohngebäuden mit jeweils 36 Einzelappartements zu errichten.

Gewerbegebiet Flughafen (Pavenstädt). Seitens der Verwaltung gibt es auch hier kein Gegenargument. „Die Beurteilung aus Detmold ist unter stadtentwicklungsplanerischen Aspekten nicht nachvollziehbar“ heißt es hier schlicht und einfach. 

Lupinenweg – Grundsätzlich stimmt die Verwaltung dem Hinweis der Bezirksregierung zu, verweist jedoch gleichzeitig auf „einschlägige rechtliche Grundlage sowie Verordnungen und Erlasse, die genügend Handhabe bieten“. 

Hüttenbrink – Die Verwaltung bezeichnet den Hinweis als lapidar – hat sie irgendwie Recht, denn in 2 knappen Sätzen sagt Detmold, das der Anregung nicht gefolgt wird. Doch NEIN ist NEIN! Wenn Herr Löhr davon spricht, das durch die Ansiedlung ein Lärmschutzwall zur Autobahn entstehen würde, fragen wir uns, wie es dann am Flughafen aussehen soll. 

Zusammenfassend sagt die Verwaltung, das die Stellungnahmen der Bezirksregierung zu den Anregungen aus Gütersloh keine neue Erkenntnisse enthalten, die den Beschluss des Planungsausschusses revidieren könnten. Das sieht die BfGT Fraktion allerdings etwas anders. Detmold hat eine klare Aussage getroffen, die – wie es die Verwaltung formuliert – eine andere planerischer Auffassung vertritt. Und um nichts anderes geht es hier schließlich – um die Aufstellung eines GebietsEntwicklungsPlanes, der vom Regionalrat beschlossen und letztendlich durch die Landesregierung genehmigt wird. Definitiv keine neuen Erkenntnisse kommen dagegen aus Gütersloh. Die Vorlage der Verwaltung enthält keine zusätzlichen Argumente, so das wir dafür plädieren, die Stellungnahme der Bezirksregierung – bis auf Blankenhagen - zu akzeptieren. Ein wesentlich größeres Argument für uns sind jedoch die nachvollziehbaren Proteste und Unterschriften der Bürgerinitiativen, die sich seit dem letzten Jahr intensiv mit der Problematik auseinandergesetzt haben.

Die BfGT Fraktion bleibt ebenfalls bei ihrer Meinung das die Ausweisung von 80 bis 90ha Gewerbeflächen nicht nötig ist und setzt sich dafür ein, dass bereits ausgewiesene Flächen überprüft und verdichtet werden müssen. Ebenso sind die vorhandenen Industriebrachen zu untersuchen und auf Weiternutzung zu überprüfen. Lt. Auflistung im GEP (Tabelle 5/1) stehen uns im Flächennutzungsplan noch 127ha zur Verfügung. Die Verwaltung listet jedoch nur ca. 15ha an verfügbarem Bestand auf (Stand vom Febr. 2001).  

Die Zukunft des Flughafens ist ungewiss – im positiven als auch im negativen Sinn. Düsseldorf hat erklärt, keine Zuschüsse für den Ausbau zu gewähren. Der GEP ist für eine langfristige Planung gedacht und somit verweisen wir nochmals auf unseren einstimmig angenommenen Antrag, intensive Gespräche und Verhandlungen mit den zuständigen Stellen aufzunehmen, um Teilflächen für neue Gewerbegebiete zu erwerben. Ein einziges Schreiben allein reicht hier bei weitem nicht aus. 

Wir stimmen heute nicht ab, doch haben wir heute die Möglichkeit, unsere Stellungnahme abzugeben, um die Initiativen nicht weiter im Unklaren zu lassen. Die BfGT Fraktion hat dies somit getan. 

BfGT Ratsfraktion  - nobby morkes  - Stand per: 11.07.2002