Tagesordnung

zur 19. Sitzung des JUGENDHILFEAUSSCHUSSESS der Stadt Gütersloh

Ort: Berliner Str. 70, Gütersloh, Ratssitzungssaal Raum-Nr. 705

Datum: 14.03.2002 17.00 Uhr

 
TOP

Beratungsgegenstand / Öffentliche_Sitzung

   

1

Einwendungen gegen die Niederschrift der letzten Sitzungen

  Keine 

2

Profil des Sozialraums Avenwedde-Bahnhof und mündlicher Sachstandsbericht zur Entwicklung des Bahnhofs Avenwedde

  Zur Kenntnisnahme
Der Bericht kann bei der BfGT angefordert werden.

3

Jugendarbeit in der Innenstadt
(TOP-THEMA)
  BfGT Antrag mit 7 JA-Stimmen (CDU / UWG / GRÜNE + AWO) gegen 6 NEIN-Stimmen (SPD + STADTJUGENDRING) angenommen.

4

Langzeitpraktikum an der Pestalozzischule - Zwischenbericht zum 31.12.01

  Zur Kenntnisnahme
Der Bericht kann bei der BfGT angefordert werden.

5

Mitteilungen der Verwaltung

   

6

Verschiedenes

   
 
Die Top’s der NICHTÖFFENTLICHEN Sitzung sind aus verständlichen Gründen nicht aufgeführt. Sollten SIE Vorschläge und Anregungen zu diesen Themen haben – schicken SIE uns eine e-Mail oder rufen SIE uns an. Schreiben SIE uns, worum sich die BfGT kümmern soll und welches Thema wir in IHREM Interesse  anpacken sollen. Alles können wir schließlich auch nicht wissen.........
 
nächste JUGENDHILFEAUSSCHUSSSITZUNG
am 16. Mai 2002

3

Jugendarbeit in der Innenstadt
(TOP-THEMA)
  Beschlussvorschlag der Verwaltung:
  1. Der Jugendhilfeausschuss nimmt das in dieser Vorlage dargestellte Beteiligungsverfahren sowie sein Ergebnis zur Kenntnis.
  2. Er fordert interessierte Träger der Jugendhilfe auf, Konzepte für die Entwicklung offener Jugendarbeit im Bauteil V des Gebäudes Greve & Güth zur Sitzung am 16.05.02 schriftlich oder mündlich vorzustellen.

Diese Konzepte sollen kurzfristig unter Einbeziehung der bislang dem Verein "Die Weberei e.V." zur Durchführung offener Jugendarbeit zur Verfügung gestellten Mittel, mittelfristig durch zusätzliche Einbeziehung der zum Betrieb des Jugendzentrums Kaiserstraße zur Verfügung stehenden Mittel realisierbar sein.

 
MEINUNG / STELLUNGNAHME der BfGT

Der Verwaltung lagen zu diesem Punkt 2 Änderungsanträge der SPD sowie des STADTJUGEND-RINGES vor. Die BfGT Fraktion stellte folgenden Antrag:

Der JHA fordert interessierte Träger der Jugendhilfe auf, Konzepte für die Entwicklung offener Jugendarbeit in der Innenstadt schriftlich bis zum 30.04.2002 einzureichen und in der Sitzung am 16.05. gemeinsam zu beraten. Auf Anregung des Jugendparlamentes werden die im JHA vertretenen Fraktionen gebeten, Ihre Vorschläge (max. 3 Punkte) ebenfalls einzureichen.

Der JHA berät abschliessend über die vorgestellten Konzepte und Vorschläge in der Sitzung vom 12.06.2002.

Absatz 2 ist zu streichen.

Durch diesen Antrag ist es der Weberei möglich, ihr Konzept KONTOR nochmals zu überarbeiten und erneut einzureichen. Ebenfalls wird über die seitens der Verwaltung vorgeschlagene Kürzung der Mittel noch nicht entschieden.

Nach fast 2stündiger Debatte wurde der BfGT Antrag mit 7 JA-Stimmen (CDU / UWG / GRÜNE + AWO) gegen 6 NEIN-Stimmen (SPD + STADTJUGENDRING) bei einer Enthaltung durch die DIAKONIE angenommen. Die BfGT ist im JHA nur beratend vertreten und somit nicht stimmberechtigt.

Der STADTJUGENDRING zog seinen Antrag zurück, der SPD-Antrag wurde mehrheitlich abgelehnt.

Nachfolgend die Stellungnahme / Wortbeitrag der BfGT

Heute geht es nicht um die Existenz der Weberei sondern um die Neuorganisation / Neustrukturierung der Jugendarbeit in der Innenstadt.

Niemand will der Weberei als Bürger- und Soziokulturelles Zentrum den Todesstoss versetzen, wie es von einigen im Vorfeld immer wieder als Horrorversion in den Raum gestellt wurde. Ein Cooperationsvertrag zwischen Stadt und Weberei ist in Vorbereitung, der demnächst allerdings auch endlich und abschliessend beraten werden sollte!

Die Verwaltung spricht von einem beispielhaften Beteiligunsgprozess. Standortmässig gab es aus ihrer Sicht jedoch leider nur 2 Alternativen: Weberei und Kaiserstrasse. Im GÜTERBAHNHOF hätten wir alles unter einem Dach vereinigen können und auch das Problem der Skaterhalle wäre schnellstmöglich gelöst worden. Jugendlich, die auf den diesen Standort angesprochen wurden, reagierten überwiegend positiv und die Mitglieder der Sozialraumarbeitsgemeinschaften, die an einer von der BfGT organisierten Begehung des Geländes und der Räumlichkeiten teilgenommen haben, zeigten sich ebenfalls positiv überrascht von den Möglichkeiten. Die Verwaltung - besonders die Stadtplaner - möchte diesen attraktiven Innenstadt-Standort jedoch anderen Nutzungen zuführen.

Zu den Handlungsoptionen: Warum sollen wir uns nicht mit neuen Konzepten beschäftigen und vor allem auseinandersetzen? Frische Luft wird uns allen gut tun - besonders denjenigen, für die es im Endeffekt gedacht ist: den Jugendlichen in unserer Stadt! Die Interessenten reichen ihre Konzepte ein und stehen uns in der Mai-Sitzung Rede und Antwort. Entscheiden werden wir dann im Juni.

Das vorweggenommene Lob der Verwaltung zugunsten der AWO und die sehr einseitige Bewertung halten wir zu verfrüht und zu den Äusserungen über die Weberei würden wir gerne die Stellungnahme der direkt Betroffenen hören und nicht aus der Zeitung lesen! Zum jetzigen Zeitpunkt präferiert die Verwaltung die Trägerschaft durch die AWO. Ebenfalls verfrüht. Warten wir ab, bis alle Konzepte vor-liegen und die "Bewerber" im nächsten JHA auf dann noch offene Fragen antworten.

Wie sagt Herr Wimmer immer so schön: "Die Verwaltung schlägt vor, die Politik entscheidet". Im JHA natürlich zusammen mit den freien Trägern der Jugendhilfe.


BfGT-Ratsfraktion
Bürger für Gütersloh

nobby morkes


14.03.2002