RAT der Stadt Gütersloh

c/o Bürgermeisterin Frau MARIA UNGER

Berliner Str. 70 – Rathaus – 33330 Gütersloh

Werte Frau Bürgermeisterin,

die BfGTFraktion im Rat der Stadt Gütersloh bittet sie, folgende FRAGEN in der kommenden RATSSITUNG am 07.04.2000 zu beantworten:



GÜTERBAHNHOF

Seit über 2 ½ Jahren beabsichtigen Investoren und Betreiber auf dem Gelände des ehemaligen GÜTERBAHNHOFES ein KULTUR- und FREIZENTRUM zu errichten.

Das Projekt hat in der Öffentlichkeit großen Zuspruch gefunden, weil hier u.a. auch mit einer BOWLING- und EISLAUFBAHN, einer SKATERBAHN sowie einer GROSS-DISCOTHEK die seit langem dringend erwünschten Freizeiteinrichtungen geschaffen werden können. wo sind diese Freizeitangebote in unmittelbarer Innenstadtnähe, insbesondere in Bezug auf die Verkehrsanbindung und Erreichbarkeit, besser realisiert als auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofes.

Der Investor wurde vorgestellt. ebenfalls wurde der Generalbauunternehmer benannt und auch die Betreiber wurden namentlich aufgeführt.

Teilergebnis des MODERATIONSVERFAHRENS vom 23.02., dem alle Beteiligten zustimmten‚ was immer dort letztendlich entsteht, soll die INNENSTADT ergänzen!

Hier wurde auch besonders auf das defizitäre Freizeitangebot unserer Stadt hingewiesen, was durch Umfragen und entsprechende Gutachten zweifelsohne belegt wurde.

Die Pläne der BERTELSMANN STIFTUNG, die geplante IT-AKADEMIE im Gebäude der Fa. DRAHT & WOLF werden nicht realisiert und eine Fortsetzung der ‚Medienlandschaft' bis einschliesslich zum ehemaligen Güterbahnhof dürfte somit vorerst nicht realistisch sein.

Bei dem geplanten KULTUR- und FREIZENTRUM (Pläne und Beschreibungen liegen Politik + Verwaltung vor) handelt es sich um Investitionen von über 50 Millionen DM. Arbeitsplätze werden geschaffen und das Freizeitangebot der Stadt Gütersloh enorm aufgewertet.

Der für die Innenstadt eventuell einzige Nachteil in diesem Zusammenhang, wäre die Schaffung von EINZELHANDELSFLÄCHEN, die das Gesamtprojekt für die Investoren rentabeler gestalten würden. Der Investorenvertreter hat die Angaben dazu noch mal konkretisiert.

Die Flächen werden nicht größer als 3.000qm dimensioniert und in Abstimmung mit dem Einzelhandelsverband sowie unter Einbeziehung der bereits vorliegenden Ergebnisse des laufenden einzelhandelsgutachtens des Büros ‚Junker + Kruse' entwickelt.

Die BfGTFraktion ist der Ansicht, das somit aus dem vielleicht aus mancher sicht negativem Beiwerk ein positives Eingangsportal für die Innenstadt entstehen könnte.


Der FACHBEREICH STADTPLANUNG prüft seit Monaten die Nutzungsmöglichkeiten des Geländes.

Anfragen anderer Investoren (Vossen / Disco Hans-Böckler-Str. etc.) werden innerhalb kürzester Zeit beantwortet und bearbeitet.

Dieses Recht dürfte auch den Investoren, die sich am Güterbahnhof engagieren wollen, zustehen.

Der Investor erbittet nun auch ein Signal und eine Beschleunigung der Sichtweise der Verwaltung sowie der Politik, um das vorhaben nach fast 3 Jahren endlich umzusetzen.

Die BfGTFraktion weist in diesem Zusammenhang darauf hin, das bei Befürwortung des vorliegenden Konzeptes auch die DM 50.000.- eingespart werden können, die in den HAUSHALT 2000 für einen WETTBEWERB GÜTERBAHNHOF eingestellt wurden.

Die BfGTFraktion bittet nun um Auskunft

  • wann der FACHBEREICH STADTPLANUNG seine Prüfungen abgeschlossen hat

und

  • wann die Investoren mit einer konkreten Auskunft in Hinsicht auf die zukünftige Nutzung des ehemaligen Güterbahnhofs rechnen können.


Vielen Dank.



Antwort der Stadt Gütersloh (Geschäftsbereich 4)


Bericht der Verwaltung gemäß § 18 der Geschäftsordnung des Rates

Nutzungsmöglichkeiten für das Gelände des Güterbahnhofs

Zu 1:

Der Fachbereich Planung prüft zur Zeit keine Nutzungsmöglichkeiten für das Gelände des Güterbahnhofs. Der Rahmenplan und seine fortgeschriebene Version, sowie der im Rahmen des Moderationsverfahrens durchgeführte Workshop sind die Grundlage für weitere Diskussionen im Planungsausschuss über die zukünftige Nutzung des Geländes am Güterbahnhof.

Erst wenn das Protokoll des vom Land NRW durchgeführten Workshops vorliegt können die Perspektiven im Planungsausschuss weiter diskutiert werden, denn da gehört die Diskussion auch hin.

Zu 2:

Eine konkrete Auskunft über die zukünftige Nutzung des Geländes am Güterbahnhof ist nicht vor Ende 2000 zu erwarten.