53. NEWSLETTER - 15.09.2003

32. - 37. KW - 04.08. - 14.09.2003

Die BfGT sendet Ihnen den 53. NEWSLETTER. Hinweise, Informationen und Aktuelles aus der Gütersloher Kommunalpolitik. Wenn es etwas ganz Aktuelles oder Brandeiliges gibt, erlauben wir uns, Ihnen unseren NEWSLETTER auch mal unter der Woche zu übersenden. Dürfen wir?

Gut erholt und wieder eingelebt? Die schöne Ferienzeit ist leider zu Ende und der Alltag hat uns wieder. Eigentlich wollten wir Ihnen den ersten "nach-den-Ferien-NEWSLETTER" erst am 22. September übersenden, doch es gibt sehr viel Positives und auch Neues zu berichten. Positiv auch der strahlend blaue Himmel, der den Wochenanfang begrüßt. Guten Tag.

UNSER ALTES THEATER IN NEUEM GLANZ

Unter diesem Motto stellte die BfGT vor dem Bürgerentscheid das Modernisierungs- und Umbaukonzept vor. Statt fast 30 Millionen € könnte die Paul-Thöne-Halle mit der vorhanden Bausubstanz für 10 Millionen € umgebaut und mit der Stadthalle verbunden werden. Die Neubaubefürworter liefen Sturm, bezichteten die Ausführenden des Konzeptes falscher Berechnungen und warfen ihnen Lug und Betrug vor. Harte Worte, unqualifiziert und in einer Art und Weise vorgebracht, die Personen, die im öffentlichen Leben stehen, disqualifiziert und ihr wahres Gesicht zu Tage bringt.

Das war gestern! Die BfGT will jedoch nach vorne schauen, will zusammen mit den Bürgerinnen und Bürgern unsere Stadt gestalten, die Gütersloher in Planungen einbeziehen und die Vorschläge und Anregungen der Bürgerschaft ernst nehmen und der Verwaltung sowie den anderen Fraktionen im Rat und den Ausschüssen vortragen.

Die detailliert ausgearbeiteten Pläne und Berechnungen sind von der Isselhorster Architektenfamilie Beckmann in Zusammenarbeit mit dem renommierten Bühnentechnik-ingenieur Heinrich Wiczkowiak (Recklinghausen) erstellt worden und der Verwaltung - wie angekündigt - am 12. September präsentiert worden.

Bürgermeisterin Maria Unger, die sich genau wie Dezernent Wimmer, mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln für den Neubau einsetzte, hielt es nicht für notwendig an diesem Termin teilzunehmen. Auch Herr Wimmer, der aufgrund eines Termins vorzeitig die Gesprächsrunde verliess, unterstrich mit seiner Ankündigung, "den Kreis prüfen zu lassen, ob dieser Entwurf angesichts seiner Dimension nicht eher einem Neubau gleich komme als einem Umbau" seine Stellungnahme direkt nach dem Bürgerentscheid: "Eine Renovierung der Paul-Thöne Halle nach den vorgestellten Plänen kann es nach meiner Einschätzung, jedenfalls aber unter meiner Mitwirkung nicht geben"

Gerade die Bürgermeisterin, die ansonsten keine Gelegenheit auslässt, Bürgerengagement zu loben und hervorzuheben, hätte hier gegenüber der Bürgerschaft ein Zeichen setzen können. Ein Signal, dass sie die Meinung der Bürger ernst nimmt und die eindeutige Botschaft des 29. Junis verstanden hat. Frau Unger hat eine weitere Chance verstreichen lassen.

Der Hamburger Architekt Prof. Friedrich erhielt für seine Ausfertigungen ein Honorar von über
900.000 €! Die Familie Beckmann erarbeitete ein Konzept und legte detaillierte Pläne vor, die unter Beweis stellen, dass Neubauprojekte nicht immer die besten Lösungen sind. Die Beckmanns arbeiteten ehrenamtlich, ohne Honorar! Wer sich die Pläne, die Zeichungen und das Modell genau anschaut, wird ahnen, wieviel Zeit und Energie in das Projekt geflossen sind, von den Kosten ganz zu schweigen. Gefragt hat danach bisher niemand und wie selbstverständlich die Verwaltungsspitze als auch div. Parteien, immer wieder die Unterlagen anforderten, ist mir bis heute unverständlich. Prof. Friedrich hat mehrere Monate an seinem Entwurf gearbeitet. Seit dem 13. Juni, der Vorstellung des Konzeptes, sind allerdings erst 3 Monate vergangen, die 6 wöchigen Sommerferien nicht zu vergessen.

Auch die Beckmanns wollen, wie viele andere Gütersloher auch, mitgestalten, sich einbringen an der Weiterentwicklung unserer Stadt. Wir laden die Theaterneubau-befürworter aller Fraktionen und die Vertreter des Fördervereins ein, an diesem Ziel mitzuarbeiten. Denn nur wenn wir in der Zukunft miteinander (!) und nicht gegeneinander arbeiten, können wir gemeinsam für unsere Stadt das möglich Machbare erreichen. Die Kultur wird an der Nicht-Errichtung des Theaterneubaus nicht sterben und wenn es denjenigen, die sich vehement für das Theaterhaus Gütersloh einsetzten, wirklich und den Befürwortern ehrlich um die Kultur in unserer Stadt geht, sind sie dabei und arbeiten mit, wenn es heißt: Unser altes Theater in neuem Glanz.

Am 25. September werden die Pläne und Ausfertigungen dem Kulturausschuss der Stadt in einer öffentlichen Sitzung vorgestellt. 17.00 Uhr im Ratssaal. Wir laden Sie herzlichst ein, sich davon zu überzeugen, dass es manchmal besser wäre, "Altes" zu erhalten statt abzureißen. Die Präsentation des alten Rathauses auf dem Berliner Platz hat es uns gezeigt.

Einzelheiten zu den Modernisierungs- und Umbauplänen auf unserer Homepage.

IN EIGENER SACHE

Auch unsere Homepage erstrahlt in neuem Glanz. Das neue Stichwortverzeichnis wird Ihre Suche nach bestimmten Themen erleichtern. Die einzelnen Rubriken und Themen sind übersichtlicher gestaltet worden. Schauen Sie doch mal rein und urteilen Sie selbst. Ihren Kommentar oder weitere Vorschläge und Anregungen können Sie dann in unserem Gästebuch eintragen. Ein großes Kompliment und Dankeschön an dieser Stelle auf jeden Fall an unseren Webmaster und Homepagegestalter Gunnar!

EROS-CENTER WERNER-von-SIEMENS-STR.

Auch hier war die BfGT während der Smmerpause nicht untätig. Nachdem der Standort Wagenfeldstr. aufgrund unserer Gespräche mit dem Betreiber sowie des Vorschlages der Veränderungssperre aus der Diskussion genommen wurde, bot die Verwaltung dem Investor die o.a. Möglichkeit an. Auch entstanden Bürgerproteste der Anwohner und der direkt ansässigen Unternehmen. Die seitens der Stadt an den Investor herangetragenen Ausweichmöglichkeiten waren nicht geeignet, einen Standortwechsel herbeizuführen. Der BfGT ist es dann - ohne Mitwirkung der Verwaltung - gelungen, eine leerstehende Immobilie ausfindig zu machen, die den Ansprüchen des Betreibers entsprechen könnte. Der Kontakt wurde hergestellt, eine Besichtigung erfolgte, der Besitzer erteilte eine Option zum Kauf / Anpachtung des Gebäudes. Die Verwaltung wurde darüber bereits am 21. August unterrichtet. Für die Sitzung des Planungsausschusses am 18.09. haben wir einen entsprechenden Antrag eingereicht. Es liegt jetzt an den anderen Fraktionen, den Bürgern zu zeigen, ob der Beschluss vom 17.07.2003 „Die Verwaltung wird beauftragt, im Sinne der Antragsteller eine Lösung zu erarbeiten...“ ernst gemeint war. Die BfGT hat ihren Beitrag dazu auf jeden Fall geleistet.

KOMMENTAR DER WOCHE

Über das Verhalten der Bürgermeisterin sowie die Ankündigung des Dezernenten Wimmers hat sich ROLAND von ZAHL geärgert: Schwache Vorstellung.

AUSSCHÜSSE - Vorschau

Am Donnerstag tagt der Denkmal- im Anschluss daran der Planungsausschuss. U.a. auf der Tagesordnung: EROS-Center und ZIMMERMANN. Zwei Themen, die in Gütersloh emotional stark diskutiert werden. Die weiteren Punkte finden Sie - wie gewohnt - auf unserer Homepage. Diesmal ohne Link, damit Sie auf unserer neuen Seite ein wenig suchen und stöbern können.

Den nächsten NEWSLETTER erhalten Sie am Montag, 22. September.

In diesem Sinne mit besten Grüßen

nobby morkes  

Wir sind für Sie da, wenn Sie uns brauchen !

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