ERST EINS, DANN ZWEI, DANN DREI, DANN VIER - DANN STEHT DER BÜSCHER VOR DER TÜR

(Nachschlag)

Da dachte ich, dass ich über Osten alle Eier gefunden hätte, die mir der Osterhase ins Nest gelegt hatte - doch weit gefehlt. Nicht genug, dass man an den Kassen der Supermärkte ständig mit Überraschungseiern konfrontiert wird, jetzt legt uns auch die FDP ein Ei ins Nest. Und was für eins!

In meinem letzten Kommentar - Bube, Dame, König, As - stellte ich die vier Kandidaten für das Bürgermeisteramt vor und damit sich weder die FDP noch ihr neuer Spitzenmann, Dr. Wolfgang Büscher, übergangen fühlt - heute mein Nachschlag:

Wolfgang Büscher ist in Gütersloh kein Unbekannter mehr. Gymnasiallehrer - von den einen gehasst, von den anderen geliebt (wie es bei Lehrern so üblich ist). Als Ferraristi wird er im Falle des Erfolges am Wahlabend bestimmt beantragen, den Dienstwagen zu wechseln. Im Rat fiel er durch seine wortgewaltigen Attacken gegen die Bürgermeisterin auf. Büscher war mit seiner UWG angetreten, um "die Arroganz der Macht zu brechen" (Wahlaussage 1999). Der Bruch mit seinen "unabhängigen" Wählerfreunden brachte ihm zusätzliche Schlagzeilen. Seitdem ist er fraktionsloses Ratsmitglied und hält sich im Gegensatz zu früher sowohl in der Lautstärke als auch in seinen Wortbeiträgen zurück.

Eine Chance hat Büscher kaum, denn wer soll, wer wird ihn wählen? Die Liberalen werden intern noch hart mit ihrer Entscheidung ringen, die der Vorstand da getroffen hat. Kaum in der Partei und schon Spitzen- und auch noch Bürgermeisterkandidat. Vielen Blau-Gelben wird das nicht gefallen. Auf jeden Fall muss Platz gemacht werden für einen weiteren Gesprächspartner in der Bewerberrunde.

Ich bin gespannt, ob Wolfgang Büscher auch weiterhin "Attacke" ruft und den "Lauten" macht oder es der FDP gelingt, ihn moderatere Töne anschlagen zu lassen.

Roland von Zahl

26. April 2004

Der Kommentar spiegelt nicht unbedingt die Meinung der BfGTwieder.