GIFT UND GALLE(Eberling und Zimmermann)Sie drehen und wenden sich, versuchen mit dem Erlass von Veränderungssperren etwas zu verhindern, was nicht zu verhindern ist: die Gütersloher Kommunalpolitiker kämpfen einen aussichtslosen Kampf gegen zwei Unternehmer, die ihre Betriebe und Häuser erweitern wollen. Über die Dienstleistungen, die angeboten werden, kann man sich streiten, doch gehören sie zum alltäglichen Leben wie Wasser und Brot. Den Abfall, der bei Zimmermann bearbeitet werden soll, produzieren wir selber (natürlich auch die Industrie). Die Liebesdienerinnen im geplanten Eros-Center des Herrn Eberling möchten nicht an der Straße stehen und ein Dach über den Kopf haben. Was würden unsere Politiker denn sagen, wenn die Damen vor dem Hauptbahnhof oder dem Parkplatz an der Post flanieren würden? Rechtlich gibt es keine Handhabe, um die Ansiedlung der beiden Produktionsstätten zu verhindern und aufgeschoben ist nicht aufgehoben. So sehr die Anwohner Sturm gegen die beiden Projekte laufen, so sehr die Politik nach Lösungen sucht - Fakt ist, das die Ursachen und Fehler in der Vergangenheit liegen. Aufgrund von den Parteien selbst beschlossener Bebauungspläne, haben sich die Betreiber ihre neuen Standorte ausgesucht (der Standort für das Eros-Center wurde dem Investor übrigens von der Verwaltung vorgeschlagen) und sind somit aufgrund festgeschriebener Daten und Fakten berechtigt, ihre Gewerbetätigkeiten dort auszuüben. Es nützt nichts, Gift und Galle zu spucken. Es hilft jedoch, dafür Sorge zu tragen, dass beide Ansiedlungen für die direkt Betroffenen so verträglich wie möglich vorgenommen werden. Voraussetzung dafür ist das Miteinander aller Beteiligten, das Aufeinanderzu-gehen, um gemeinsam die weiteren Schritte zu erörtern und abzustimmen. Roland von Zahl 22. September 2003 Der Kommentar spiegelt nicht unbedingt die Meinung der BfGT wieder. |