Theater ABC - Das Wesentliche über Theaterhaus und Bürgerentscheid - veröffentlicht auf der Homepage des Fördervereins Theater in Gütersloh e. V.

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Vorsitzender: Eckhard Heitlage / Stellvertreter: Karin Miele, Friedrich Roggenkamp, Jürgen Lichtenberg und Dr. Martina Schwartz

In den vergangenen Wochen wurde viel über das theaterhaus gütersloh und den Bürger-entscheid geredet und geschrieben: Sachliches prallte auf Unsachliches, Analysen auf Parolen, Moderates auf Lautstarkes. In einem (nicht vollständigen) ABC will der Theaterförderverein kurz vor der Stimmabgabe noch einmal das Wesentliche zusammentragen, weil die Bürger ihre Stimme informiert und nicht überredet abgeben sollen.

A — wie Architekt: Im Auftrag der Stadt hat Prof. Friedrich sein ausgereiftes und den finanziellen Verhältnissen angepasstes Theatermodell präsentiert. Sie finden es unter www.theaterhaus-guetersloh.de. Die Gegner setzen dem Experten die in einer zweistündigen Begehung gemachte Einschätzung einer Gütersloher Berufsanfängerin zur Sanierung des alten Hauses entgegen und rechnen mit Millionen, die für eine Flickschusterei gar nicht zur Verfügung stehen.

B — wie Bürgerentscheid: Er findet statt am 29. Juni von 8 bis 18 Uhr und in 25 städtischen Wahllokalen. Abstimmberechtigt sind alle Gütersloher ab 16 Jahren. Sie entscheiden über die vom Theatergegner formulierte Suggestivfrage “Soll die Stadt trotz der Finanzkrise ein neues Theater bauen?” Auf die Formulierung der Frage hatte die Stadt keinen Einfluss. Die Möglichkeit zur Briefwahl besteht nicht.

D — wie Denkverbot: Das Nein zum theaterhaus gütersloh blockiert die Stadt in ihrer weiteren Entwicklung. Geht der Bürgerentscheid negativ aus, dann kann sich die Stadt erst in zwei Jahren wieder mit dem Thema Theater beschäftigen. Von der politischen Mehrheit wird erwartet, dass sie ihre Verantwortung wahrnimmt, sie braucht keine verordnete Denkblockade sondern Visionen.

E — wie Effekte: Ein Theaterneubau wirkt sich positiv für Gütersloh aus: Zur Steigerung der Attraktivität, bei der Sicherung von Arbeitsplätzen, bei der Aufrechterhaltung des beson-deren kulturellen Bewusstseins seiner Bürger. Ein weitere Abwanderung in Richtung Bielefeld und anderer Städte wird vermieden. Die Multifunktionalität des geplanten Hauses bringt Möglichkeiten der Nutzung, an die im Zusammenhang mit dem alten Haus niemand zu denken vermochte.

F — wie Finanzierungskonzept: 30,6 Millionen €uro kostet das neue Haus, in der Summe berücksichtigt sind 5 Millionen €uro für den benachbarten Parkraum. Die Finanzierung setzt sich zusammen aus Sponsorengeldern, zu erwartenden Landesmitteln, Spenden, Rücklagen aus dem SWG-Verkauf, dem möglichen Verkauf von RWE-Aktien und einer Restfinanzierung.

G — wie Großsponsoren: Bertelsmann und Miele haben insgesamt einen Betrag von 5 Millionen €uro für den Neubau des theaterhauses gütersloh zugesagt — und nur für diesen. Für Sanierungsmaßnahmen steht dieses Geld nicht zur Verfügung. Mit der Zusage wolle das Unternehmen andere ermutigen, sich für einen Theaterneubau stark zu machen, sagte ein Unternehmenssprecher sinngemäß.

H — wie Haushalt: Zu den Bedingungen für den Bau des theaterhauses gütersloh gehört ein ausgeglichener städtischer Haushalt. An dem wird mit Hochdruck gearbeitet. Keinesfalls ist beabsichtigt, das Großprojekt auf tönernen Füßen zu bauen. Baubeginn wird erst sein, wenn die Finanzierung absolut wasserdicht ist, weil die Bürger ein Recht auf den seriösen Umgang mit den finanziellen Mitteln haben.

I — wie Interessierte: Ein theaterhaus gütersloh entsteht nicht, wie vom Gegner immer wieder verbreitet, für eine kleine Elite. Rund 45.000 Kulturinteressierte aus dem Kreis Gütersloh hat eine Studie im Auftrag der Stadt ermittelt. Bei entsprechender Attraktivität ist damit zu rechnen, dass das neue theaterhaus gütersloh auch Anziehungspunkt für Menschen jenseits der Kreisgrenzen werden wird.

J — wie Jugend: Den nachfolgenden Generationen Schulden aufzubürden — das ist eine weitere Mär aus dem Reich der gegnerischen Agitation. Das Gegenteil ist der Fall: Wer dafür sorgt, dass junge Menschen nicht ausschließlich mit Videokonsolen, Fernsehen und Internet aufwachsen sondern auch Theater- und Musikkultur live erleben können, der bereichert die Jugend um ein erhebliches Stück Lebensqualität.

K — wie Kampagne: Besonderer Dank gilt den Güterslohern, die mit ihrem Kopf einstehen für die theaterhaus gütersloh jetzt.-Kampagne: Frank Altemeier, Helge Bittner, Sigmund Bothmann, Grit de Boer, Cosmo Nardone, Lena Schön und Anneliese Theilmeier-Aldehoff spiegeln einen guten Querschnitt durch die Gütersloher Bevölkerung wieder. Mit ihren persönlichen Bekenntnissen zum Theater sprechen sie bewusst auch Emotionen an, weil das theaterhaus gütersloh mehr ist als eine reine Sachentscheidung.

M — wie Morkes: Nobby Morkes arbeitet mit allen Mitteln gegen den politischen und auch gegen bürgerlichen Mehrheitswillen. Dabei machte er vor Polemisierungen genau so wenig halt wie vor eiskalt vorgetragenen Unwahrheiten. Destruktiver Populismus geht bei ihm vor. Die Tatsache, dass er vor wenigen Jahren noch eine Sicherheit über mehrere —zig Millionen Mark für ein von ihm geplantes Musical-Theater wollte, ignoriert er genauso wie den Nachweis, dass seine Argumente gegen das theaterhaus schlicht unhaltbar sind.

N — wie Niveau: Das inhaltliche Niveau kultureller Veranstaltungen wollen wir halten, das der baulichen Voraussetzungen wollen wir zeitgemäß anheben, ohne in Pomp und Glamour abzudriften. Wir wissen um die finanziellen Möglichkeiten und stehen deshalb dafür ein, mit möglichst geringen Mitteln das Bestmögliche für eine Theaterzukunft zu erreichen. Ein Niveau bei der Abwägung des Für und Wider zum Theaterneubau lässt der Gegner allerdings sträflich vermissen. Damit stellt er sich selbst ins Abseits.

P — wie Presse: Die Gütersloher Zeitungen haben einen großartigen Job gemacht, ohne Stammtischparolen auf den Leim zu gehen. In regelmäßigen Artikeln haben sie das Für und Wider dargestellt, Positionen gewichtet und kommentiert. So haben sie einen wesentlichen Teil beigetragen, damit die Bürger informiert entscheiden können.

Q - wie Qualität: Eine geeignete und zeitgemäße Bühnenqualität ist nur mit einem Theaterneubau hinzukriegen. Diese Qualität zu erreichen, sind wir der Gütersloher Theatervergangenheit, unserem Anspruch und der Zukunftssicherheit einfach schuldig.

R — wie Ratlosigkeit: Kommt langsam aber sicher beim Gegner auf, weil seine Argumente ins Leere zielen. Ratlos ist der Theaterförderverein nur bei der Suche nach einer Antwort auf die Frage: Was wollen Morkes und die BfGT eigentlich wirklich?

S — wie Spendenbereitschaft: Sie dokumentiert eindrucksvoll, wie sehr die Gütersloher hinter dem Projekt stehen. Mit der Zusage von Bertelsmann und Miele, das theaterhaus gütersloh großzügig zu fördern, bekommt die Spendenfreude nochmals Auftrieb. Einige Gütersloher haben sich sogar verpflichtet in den nächsten Jahren regelmäßig einen “freundlichen” Betrag zu spenden.

T — wie Theaterförderverein: Darin kann man für 50 €uro Jahresbeitrag Mitglied werden, um das Projekt theaterhaus gütersloh weiter voran zu bringen. Eine starke Bewegung setzt sich engagiert für das geminsame Ziel ein. Werden Sie ein Teil davon.

U — wie Unger: Die Bürgermeisterin hat sich klar zum Neubau des theaterhauses gütersloh bekannt. Damit beweist sie den so notwendigen Mut in wirtschaftlich schwierigen Zeiten. Maria Unger hat sich an die Spitze der Bewegung gestellt und so die Marschroute für die von ihr geleitete Verwaltung vorgegeben.

V — wie Vergangenheit: In der — genauer in den vergangenen zehn Jahren — sind Schulbauten, Kindergartenplätze und Sportstätten in Gütersloh entstanden. Sicher — es kann immer noch mehr getan werden. Da aber Anfang der 90er bereits schon mal ein Theaterneubau zugunsten von Sozialprojekten aufgeschoben wurde, ist es nun an der Zeit, auch dieses Thema offensiv anzugehen.

W — wie Web-Angebot: Hier können Sie alles nachlesen, was vor dem Bürgerentscheid wichtig ist, um informiert eine Enrscheidung zu treffen. Machen Sie Gebrauch davon: www.theaterhaus-guetersloh.de

Z — wie Zeitplan: Mit dem Bau des theaterhauses gütersloh wird begonnen, wenn alle Kriterien wie zum Beispiel die Sicherung des Finanzierungskonzeptes und ein ausgeglichener Haushalt gewährleistet sind. In der Zwischenzeit wird es — nach für das theaterhaus gütersloh positivem Bürgerentscheid — unter anderem darum gehen, weitere Spenden zu akquirieren und die entstandene Bewegung pro Theater für unser Projekt nutzbar zu machen.

Juni 2003

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