Medien-Info zum Auftakt:

THEATERneubau - NEIN, danke ! WARUM ??

Diese Frage beantworten Kathrin Gerbracht (Mitinitatorin des Bürgerbegehrens), Heino Nollmann, Klaus-Herbert Strothmann und Nobby Morkes.

Die Argumentation der Neubaubefürworter stützt sich im Wesentlichen auf die Dokumentation "Theaterhaus Gütersloh - Informationen und Perspektiven" vom 24 .03. 2003.

Die Argumentation der Neubaugegner stützt sich jedoch auf realistische und nachweisbare Daten und Fakten sowie die aktuelle Haushaltlage der Stadt Gütersloh.

Nur einige Beispiele:

Aussagen des Kämmerers:

Schuldenstand per 31.12.2002 - 101.117.216,16 € * / Zinsen in 2003: ca. 4,88 Mio € / Zinsen in 2004: ca. 5,46 Mio € / Kreditaufnahme 2003 lt. Haushaltssatzung: 9,6 Mio € / Finanzierungsbedarf für 2004: ca. 9,6 Mio € **/ Finanzierungsbedarf für 2005: ca. 8,7 Mio € **

* Nach Angaben des Kämmerers vom 13.05.2003 ** 28.04.2003 (Ohne Theaterneubau!)

Für alle Bereiche sind drastische Streichungen und Kürzungen in Vorbereitung !! Steuer- und Gebührenerhöhungen sind zwingend erforderlich !!

Zustand der Spielstätte:

Lt. gutachterlicher Untersuchungen wird die Mängelbeseitigung mit ca. 1,5 Mio € angegeben. Die immer wieder angeführte neue Versammlungsstättenordnung bedeutet nicht, dass die Paul-Thöne-Halle aufgrund der Mängel geschlossen werden müsste. Die VstättVO gewährleistet älteren Spielstätten Bestandschutz zwischen 5-10 Jahren, um sich den neuen Vorschriften / Anforderungen anzupassen (Lt. Auskunft NRW MSWKS Referat II A 3). Aufgrund der Begehung mit Architekten und Fachingenieuren wurde festgestellt, dass die Bausubstanz nicht "marode" ist. Der Umbau in ein besucherfreundliches und funktionsfähiges Theaterhaus wurde in Verbindung mit den Möglichkeiten der Stadthalle mit 10 Mio € angesetzt.

Einschätzungen zum Bedarf:

Die Einschätzungen zum zukünftigen Bedarf entsprechen Wunschvorstellungen, jedoch nicht der Realität. Die Besucherzahlen sind nach Angaben der Verwaltung stark rückläufig (Seite 30). Besucherzahlen Theater bis einschließlich 25.3.2003: 32.353 / Besucherzahlen Konzerte bis einschließlich 5.3.2003: 5.090 / Besucherzahlen Kammerkonzerte Spielzeit 2002/2003 302 bei nochausstehenden 25 Theateraufführungen und 3 Meisterkonzerten. Die Gesamtzu-schauerzahl wird in dieser Saison voraussichtlich unter 50.000 liegen und den Abwärts-trend bestätigen.

Die Projektion auf Seite 52 geht von ca. 90.000 Besuchern / verkauften Eintrittskarten aus. Dementsprechend sind die Einnahmen (incl. erhöhter Ticketpreise) mit ca.
970.000 € mehr als 1 ½ fach höher angesetzt als 2002.

Qualität des architektonischen und städtebaulichen Entwurfes:

Entgegen der Aussage auf Seite 18 würdigte der Gestaltungsbeirat nicht, sondern kritisierte auf seiner Sitzung vom 10.12.2002 den Entwurf. U.a. heißt es: "Die Fassade zur Barkeystr. bedarf einer deutlichen Aufwertung. Sie stellt trotz ihrer Bedeutung im Straßen-raum z. Z. die schlechteste Gestaltung der vier Gebäudefassaden dar". Der genaue Wortlaut wurde inzwischen auf Antrag der BfGT auf der Homepage der Stadt Gütersloh veröffentlicht.
Gestaltungsbeirat wünscht Änderungen

Zuschussbedarf / Bewirtschaftung / Nutzungskosten

In keiner der o.a. Aufstellungen sind die Finanzierungskosten (Zinsen etc.) enthalten. Die Tabelle 23 weist z.B. nur 100.000 € höhere Gastspielhonorare als 2003 aus. Eine größere Anzahl von Aufführungen, die zudem noch qualitativ sowie quantitativ höher angesetzt werden, sind mit einer nur 10%igen Steigerung der Honorarkosten nicht zu erreichen. Bewirtungskosten, sonstige Betriebskosten, Ticketgebühren (Online) bei mehr als doppelter Kartenverkaufszahl ( ! ), und Verwaltungskosten sind gleich geblieben. Auch diese Angaben sind nicht nachvollziehbar.

BfGT - Bürger für Gütersloh e.V. / Stand: 27. Mai 2003